Diesmal ging es für mich nach Rüsselsheim. Genauer gesagt in die Rüsselsheimer Festung. Und wenn man schon in einer Festung heiratet, dann klingt das erst einmal nach viel Stein, viel Geschichte und vermutlich auch nach einer Location, in der man sich nicht an jeder Ecke verlaufen sollte.
Die Festung liegt zwischen Innenstadt und Main und hat laut Stadt Rüsselsheim über 600 Jahre Geschichte hinter sich. Heute ist dort unter anderem das Stadt- und Industriemuseum zuhause. Für Hochzeiten besonders spannend ist aber natürlich der Festungskeller mit seinen Gewölbekellern. Also genau der Ort, an dem man schnell vergisst, ob draußen gerade noch Nachmittag, Abend oder schon tiefe Nacht ist.
Angefangen hat der Tag aber erst einmal deutlich heller. Beim Getting Ready durfte ich wieder miterleben, wie aus vielen kleinen Handgriffen langsam ein Hochzeitsoutfit wird. Haare, Make-up, Kleid, Manschettenknöpfe - alles Dinge, die für sich genommen nicht nach viel klingen, am Ende aber dafür sorgen, dass aus einem normalen Samstag plötzlich ein Hochzeitstag wird.
Besonders schön war für mich der First Look vor der Trauung. Erst einmal im Park ankommen, kurz durchatmen und sich sehen, bevor alle anderen etwas davon haben. Für die Paarbilder war das natürlich perfekt. Herbstlicht, ein bisschen Park, ein bisschen Festung und ein Brautpaar, das die Zeit miteinander sichtbar genossen hat. Fotografisch ist das immer dankbar, menschlich aber noch viel mehr.
Danach ging es dann wirklich in den Keller. Die Trauung im Gewölbe hatte dadurch eine ganz eigene Stimmung. Nicht hell, nicht klassisch, nicht austauschbar. Dafür warm, nah dran und mit Musik, die in so einem Raum noch einmal ganz anders wirkt. Man merkt solchen Momenten an, wenn eine Location nicht nur Kulisse ist, sondern die Stimmung mitträgt.
Nach der Trauung wurde gratuliert, angestoßen und natürlich musste auch das Gruppenbild sein. Draußen war es noch hell genug dafür, aber gefühlt war man gedanklich schon wieder unten im Keller. Und dort ging es dann auch weiter: Essen, Bar, Spiele, Reden und später Tanzfläche.
Was ich an solchen Feiern mag: Irgendwann ist völlig egal, ob man gerade in einem Festungskeller steht oder in irgendeinem anderen Raum. Dann zählt nur noch, dass alle dabei sind, dass gelacht wird, dass getanzt wird und dass die Nacht nicht zu früh endet. Bei Linda und Amando war genau das der Fall.
Eine Hochzeit mit viel Stimmung, einer besonderen Location und einer Nacht, die im Keller einfach zum Tag gemacht wurde.
Viele Grüße
Karsten