Das Jagdschloss Platte in Wiesbaden und ich, das ist mittlerweile schon fast eine kleine Tradition. Ich habe ja schon ein paar Mal darüber geschrieben, unter anderem bei einer Hochzeit im Jagdschloss Platte, einer weiteren Hochzeit dort und sogar bei einer standesamtlichen Trauung im Jagdschloss Platte. Und trotzdem ist es jedes Mal wieder anders.
Genau deswegen mag ich die Location so sehr. Man kennt zwar die Räume, die Treppe, das Licht und die vielen Möglichkeiten, aber am Ende macht das Brautpaar den Tag. Und wenn ein Paar über eine Empfehlung zu mir kommt, ist das natürlich noch einmal schöner. Irgendjemand hat also nicht nur die Bilder gesehen, sondern mich offensichtlich auch danach noch weiterempfohlen. Das nehme ich mal als gutes Zeichen ;-)
Los ging es mittags mit dem Getting Ready von Braut und Bräutigam. Das ist bei Ganztagesreportagen immer ein schöner Einstieg, weil man nicht erst zur Trauung dazustößt, sondern den Tag langsam mit aufbaut. Kleid, Ringe, letzte Handgriffe, ein bisschen Aufregung und beim Bräutigam meistens die deutlich übersichtlichere Variante. Auch das gehört dazu.
Danach ging es ins Jagdschloss. Auf der offiziellen Seite wird es als historische Eventlocation im Grünen beschrieben, mit komplettem Haus auf zwei Etagen und viel Platz für Veranstaltungen. Klingt sachlich, stimmt aber. Für Hochzeiten ist vor allem spannend, dass man Trauung, Empfang, Essen, Tanz und kleine Umbauten gut voneinander trennen kann, ohne dass der Tag auseinanderfällt.
Die beiden hatten das Jagdschloss wirklich toll hergerichtet. Viele Lichter, viel Stimmung und genau diese Mischung aus Schloss, moderner Glasstruktur und Feierlocation, die dort so gut funktioniert. Ich weiß, ich wiederhole mich bei dieser Location gerne, aber für mich ist und bleibt das eine meiner Lieblingslocations in Wiesbaden.
Nach der Trauung gab es Gratulation, Sektempfang und dann genug Zeit für Paarbilder. Das ist im Jagdschloss Platte immer dankbar, weil man nicht auf eine einzige Ecke angewiesen ist. Draußen, drinnen, auf der Treppe, am Glasdach, an den alten Mauern - man kann sich mit dem Paar bewegen und bekommt trotzdem einen roten Faden in die Bilder.
Später kamen die Grüppchenfotos und das große Gruppenbild dazu. Für den Blog lasse ich das Gruppenbild natürlich weg, aber für das Paar gehört es in so einen Tag einfach rein. Gerade wenn daraus später ein großes Fotoalbum entsteht, sind solche Bilder wichtig. Nicht als Kunstprojekt, sondern weil sie in ein paar Jahren wahrscheinlich genau die Bilder sind, bei denen man hängen bleibt und sagt: Guck mal, die waren auch alle da.
Am Abend wurde es dann so, wie es im Jagdschloss sein darf: warmes Licht, gutes Essen, Reden, Eröffnungstanz, Torte und irgendwann eine Tanzfläche, auf der man merkt, dass die Gäste angekommen sind. Und als wäre das nicht schon genug gewesen, gab es noch ein Feuerwerk als Überraschung. Für Gäste ist das ein schöner Moment, für Fotografen ist es zusätzlich immer die kleine Frage: Wo stelle ich mich jetzt hin, ohne danach nur Rauch und Hinterköpfe fotografiert zu haben?
Kurz vor Schluss gab es dann noch einen Geburtstag in der Familie, also war auch um Mitternacht noch nicht einfach Schluss mit Programm. Genau solche Tage sind anstrengend, aber sie erzählen sich später fast von selbst. Und dafür ist eine Ganztagesreportage eben da: nicht nur für das eine perfekte Bild, sondern für den ganzen Bogen vom ersten Detail bis zum letzten Licht.